Evangelische Immanuel-Pfingstberg-Gemeinde

Neuigkeiten aus der Kooperationsregion Süd

Nicht nur ein Lied kann eine Brücke sein …

Brücken bauen, gemeinsame Aufgaben in den Blick nehmen, die Kräfte bündeln – das ist seit der Visitation 2015 das Ziel der 5 evangelischen Gemeinden, die sich zur Kooperationsregion Süd zusammengefunden haben. So auch in einem gemeinsamen Gottesdienst im Parkschwimmbad Rheinau, der am 10. September bei strahlendem Sonnenschein und gutem Besuch auf dem schönen Grüngelände dort gemeinsam gefeiert wurde.

Doch nicht nur in zentralen Gottesdiensten drückt sich der Wille zur Zusammenarbeit aus. Es gibt auch schon Koordinationen in der Öffentlichkeits- und Pressearbeit, in gemeinsamen Konfirmanden-Aktionen und – so planen wir es für 2018 – in einer gemeinsamen kirchenmusikalischen Veranstaltung.

Besonders intensiv gestaltet sich die Zusammenarbeit im Bereich der drei Rheinauer Gemeinden. Hier wird nun schon im dritten Jahr ein gemeinsamer Konfirmandenunterricht abgehalten, der auch 2018 zu einer ersten gemeinsamen Konfirmationsfeier für alle drei Gemeinden führen wird. Hier haben die Martins-, die Versöhnungs-, und die Immanuel-Pfingstberggemeinde am 24./25. Juni dieses Jahres ein erstes gemeinsames Sommerfest auf dem schönen Freigelände der Versöhnungsgemeinde gefeiert, welches guten Besuch aus allen Stadteilen erhielt und 2018 auf dem Pfingstberg eine Fortsetzung erfahren wird.

Den neuesten gemeinsamen Gemeindebrief der Versöhnungs- und der Immanuel-Pfingstberggemeinde halten sie gerade in den Händen. Und natürlich sind auch die Ältestenkreise und die Hauptamtlichen aller Gemeinden – der drei Rheinauer sowieso, aber auch im Blick auf Seckenheim und Friedrichsfeld - im regelmäßigen Gespräch und machen sich viele Gedanken über die Zukunft des Mannheimer Südens. Dabei geht es uns Rheinauern zur Zeit vor allem um die Zukunft der evangelischen Gebäude auf der Rheinau, im Besonderen um die Frage, wie das Ensemble um die Versöhnungskirche hinter dem Marktplatz so gestaltet werden kann, dass es zukünftig tatsächlich einen Mittelpunkt der gemeindlichen Arbeit für alle drei Gemeinden und ihre jeweiligen Bedürfnisse darstellt – ohne dass dabei die anderen Standorte in den kleineren Stadtteilen zu kurz kommen.

Aber auch die Frage, ob und wie die drei Ältestenkreise unserer Gemeinden noch mehr verbunden und koordiniert, vielleicht sogar in ein paar Jahren zu einem gemeinsamen Leitungs-Gremium werden könnten, beschäftigt uns aktuell sehr.

Bei all dem aber haben wir als Verantwortliche vor allem die Menschen in unseren Stadtteilen und Gemeinden im Blick – und die Frage, wie eine gemeinsame Zukunft so gestaltet werden kann, dass es gut weitergeht mit unseren Gemeinden und mit unserer Kirche.

Ein Lied kann eine Brücke sein – Gemeinsames Chorprojekt

Musik kann Menschen verbinden, kann Brücken bauen und Grenzen überwinden. Dies war der Gedanke, der hinter dem Projekt stand, welches die Chöre der Versöhnungs- und der Immanuel-Pfingstberggemeinde im Jubiläumsjahr 2017 gemeinsam zur Aufführung brachten.

In zwei sehr gut besuchten Konzerten – am 29. Oktober in der Pfingstberg- und am 12. November in der Versöhnungskirche – bauten die Chöre unter der gemeinsamen Leitung von Elena Kleiser-Wälz gleich mehrfach Brücken. Zum einen, was das Programm anging. Es gab einen eher geistlich orientierten Teil mit Gospelstücken, die von den Sängerinnen und Sängern mit viel Gefühl für das Spirituelle dargeboten wurden und großen Anklang fanden. Es folgte ein zweiter Teil mit Songs aus der Pop- und Rockgeschichte, die alle mit einer positiven, humanistischen Botschaft verbunden waren. „Imagine“ von John Lennon, „You‘ve got a Friend“ von Carole King – aber auch das dem Projekt seinen Namen gebende „Ein Lied kann eine Brücke sein“, bekannt gemacht durch die kürzlich verstorbene Mannheimer Ikone Joy Flemming – sprachen musikalisch von den Wünschen und Hoffnungen der Menschen auf eine bessere, friedliche und durch Mitmenschlichkeit geprägte Welt. Gerade in diesen ebenfalls mit viel Engagement vorgetragen Songs zeigte sich auch eine zweite Brücke, die die Chöre schlugen – über die Grenzen von Konfessionen oder Weltanschauungen hinweg. Dies spiegelte auch die Aktiven wieder, die sich zur evangelischen, zur katholischen oder auch mal zu gar keiner Kirche zugehörig fühlen – und dennoch ein gutes Miteinander praktizieren.

Die dritte – und vermutlich wichtigste – Brücke aber schlugen die Chöre natürlich zu ihrem Publikum. Und dieses Bestand ebenfalls aus Menschen aller Altersgruppen und verschiedenster Herkunft. Viele waren von der Rheinau oder aus den umliegenden Stadtteilen gekommen. Manche auch von deutlich weiter weg. Alle aber einte die Freude über die dargebotene Musik. Und am Ende des zweiten Konzertes stand auch deutlich der Wunsch im Raum: „Könnt Ihr nicht zukünftig öfters mal gemeinsam auftreten?“