Projekt Flüchtlingspate

 

Wohnungen für Projekt „Flüchtlingspaten“ gesucht

 

Derzeit sind in Mannheim über 10.000 Geflüchtete in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Als „Flüchtlingspaten“ sind katholische Pfarreien und evangelische Gemeinden seit September 2015 gemeinsam aktiv: Über das ökumenisch getragene Projekt wurden bereits einige Familien, aber auch alleinstehende kommunale Flüchtlinge in den Mannheimer Stadtteilen aufgenommen.


Ein Beispiel ist Ghufran: Nach seiner Flucht vor dem Terror in Syrien erhielt er Asyl und konnte seine Frau auf sicherem Weg nachholen. Sein Zimmer im Wohnheim wurde zu klein und er wandte sich an die „Flüchtlingspaten“-Koordinationsstelle. Das Paar steht nun kurz vor der Unterzeichnung eines Mietvertrages in einer Gemeinde, wo sie auch Begleitung und Hilfe im Alltag erhalten werden.


Unterstützen auch Sie Flüchtlinge bei der Integration, indem Sie über die evangelische oder die katholische Kirche Mannheim eine Wohnung zur Verfügung stellen. Die Miete wird von der Stadt übernommen. Die Begleitung der Flüchtlinge übernehmen die kirchlichen Paten vor Ort. Über Details informiere ich Sie gerne bei einem persönlichen Gespräch oder per E-Mail unter: tatjana.briamonte-geiser@ekma.de.

 

Tatjana Briamonte-Geiser
Projektkoordinatorin „Flüchtlingspaten“
Haus der Evangelischen Kirche Mannheim
M1, 1a
68161 Mannheim
Tel. 0621/28 000-108
Mobil 0172/27 811-08

 

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Dekan Hartmann schreibt:

 

Unser kirchliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit


Als Kirche stehen wir an der Seite der Notleidenden und Hilfsbedürftigen. Die große Zahl von Flüchtlingen in unserer Stadt sehen wir als zweifache Aufgabe. Es gilt konkret zu helfen und zu einem guten Miteinander in unserer Stadt beizutragen. Viele Gemeinden sind vor Ort in und um die nunmehr vier Unterkünfte engagiert. Wir sind dankbar für die zusätzlichen Mittel, die unsere Landessynode i.H.v. 11 Mio. Euro für die nächsten drei Jahre für dieses Engagement zur Verfügung stellt. Das ermöglicht es auch uns in Mannheim, das Engagement vor Ort mit Personal- und Sachmitteln wirkungsvoll zu unterstützen.


Unser Engagement konkretisiert sich auf vier Ebenen:


1. Rechts und Verfahrensberatung in den Unterkünften.
Hier sind Diakonie und Caritas gemeinsam präsent. Die Beratung wird durch Mittel des Landes Baden-Württemberg refinanziert.


2. Ehrenamtlichem Engagement rund um die Unterkünfte.
In den umliegenden Gemeinden haben sich Unterstützungsgruppen gebildet, die sich In Gemeindehäusern treffen und vielerlei Angebote machen. Eine wichtige Aufgabe ist die Koordination und Steuerung der Angebote.


3. Seelsorge.
Viele Geflüchtete haben Furchtbares erlebt. Sie sorgen sich um zurückgebliebene Verwandte und trauern um die vielen Toten. Im ökumenischen Miteinander der christlichen Kirchen bieten wir Seelsorge für die schätzungsweise 10-15% Christen an. Gemeinsam mit unseren muslimischen Partnern im Mannheimer „Forum der Religionen“ eröffnen wir den bundesweit ersten interreligiösen Gebetsraum in einer Flüchtlingsunterkunft – Ausdruck unseres guten Miteinanders der Religionen in Mannheim.


4. Heimat und Integration für 50 Familien – ökumenisches Projekt Flüchtlingspaten.
Viele Flüchtlinge werden bleiben. Integration braucht gelungene Beispiele. Gemeinsam mit der katholischen Kirche haben wir uns vorgenommen, in unseren zusammen 50 Gemeinden für 50 Familien Patenschaften zu übernehmen: Hilfe bei der Wohnungssuche vor Ort, bei der Einrichtung und Ausstattung, beim Kindergarten, Schul- und Ämtergang, bei Hausaufgaben und Arbeitsplatzsuche, beim Zurechtfinden im Alltag. Wir können als Kirche in die Mitte der Gesellschaft wirken und sind in allen Stadtteilen mit Persönlichkeiten Räumlichkeiten präsent. Dieses Potential wollen wir nutzen und für das Miteinander in unserer Stadt fruchtbar machen.


Von Herzen danke ich allen, die sich bei dieser Aufgabe, die Mitmenschlichkeit und unseren christlichen Auftrag verbindet sowie zum sozialen Frieden beiträgt, engagieren mit ihrem Können, ihrer Zeit und ihrer Empathie.

 

Dekan Ralph Hartmann

 

<< zurück

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Projekt Flüchtlingspate

 

Liebe Gemeindeglieder,

 

Die Ankunft vieler tausend Flüchtlinge fordert uns als Gesellschaft heraus. Unser Platz als Kirche ist an der Seite der Flüchtlinge. Wir stehen für eine menschenwürdige Behandlung und die Aufnahme all der Menschen, die aus großer Not bei uns Zuflucht suchen. Unsere Diakonie engagiert sich nach Kräften in der sozialen Betreuung und in der Koordination der vielfältigen ehrenamtlichen Angebote und Sachleistungen im Zusammenhang der zentralen Erstunterbringung. Unser Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen, die sich ehrenamtlich und mit Sach- und Geldspenden engagieren.

 

Allerdings bin ich überzeugt: Wir können mehr tun. Über die aktuellen Fragen der Aufnahmekapazitäten in zentralen Aufnahmeeinrichtungen hinaus brauchen die Flüchtlinge, die dauerhaft bei uns bleiben werden, langfristige Perspektiven für ihr Leben und das Leben ihrer Kinder. Für viele wird unser Land und unsere Stadt eine neue Heimat sein.

 

Heimat und Integration für 50 Familien – ein ökumenisches Projekt

 

Stellen Sie sich vor, alle evangelischen und katholischen Gemeinden in Mannheim übernehmen je eine „Patenschaft“ für eine Flüchtlingsfamilie: Sie übernehmen Hilfe bei der Wohnungssuche, bei deren Einrichtung und Ausstattung, beim Kindergarten, Schul- und Ämtergang, bei Hausaufgaben und Arbeitsplatzsuche, beim Zurechtfinden im Alltag. Insgesamt stellen beide Kirchen zum Start 150.000 Euro zur Verfügung – und bitten um Spenden für dieses Projekt.

 

Eine Patenschaft vor Ort, das bedeutet nachhaltige Hilfe zur Integration. Das bedeutet persönliche Begegnungen, den Abbau von Vorbehalten und Missverständnissen. Wir haben als Volkskirche vielfältige Möglichkeiten zu helfen. Wir haben vor Ort Mitarbeiter/innen, Netzwerke und Kontakte. Wir sind in den Schulen präsent, wir haben unsere Diakonie. Wir sind als Bezirksgemeinde einer der großen Arbeit- und Ausbildungsgeber der Stadt. Wir können in die Mitte unserer Gesellschaft wirken und sind auch mit Menschen verbunden, die der Aufnahme von Flüchtlingen mit Bedenken gegenüber stehen.

 

Ich möchte Sie bitten, Ihre Initiative vor Ort nach Kräften zu unterstützen. Mit Ihrem Engagement, Ihren Geld- oder Sachspenden werden wir unserem kirchlichen Auftrag für unsere Stadt gerecht: Den Fremden aufzunehmen und zu kleiden (Matthäus 25, 35).

 

Ich hoffe auf Ihre Zustimmung und Unterstützung.Dekan Karl Jung, Koordinatorin Tatjana Briamonte-Geiser, Dekan Ralph Hartmann

 

Herzliche Grüße,

Ihr Dekan Ralph Hartmann

 

 

Dekan Karl Jung,

Koordinatorin Tatjana Briamonte-Geiser,

Dekan Ralph Hartmann

 

Hilfe, die koordiniert ist, kommt besser an. Daher finanzieren die evangelische und die katholische Kirche gemeinsam eine auf zwei Jahre befristete Projektstelle (50%). Seit 1.10.15 koordiniert Tatjana Briamonte-Geiser die Aktivitäten für das Projekt „Flüchtlingspaten“ und den Ökumenischen Kirchentag 2017. Sie war von 2007-2015 aktiv als Kirchenälteste in der ChristusFriedenGemeinde, war als Dozentin für Interkulturelles Training tätig und dabei auch für den Caritasverband im Einsatz.

 

Kontakt: Tatjana Briamonte-Geiser, Koordinatorin, M1 - Haus der Evangelischen Kirche, Tel. 0621 / 28000-108, mobil 0172-2781108, e-mail: tatjana.briamonte-geiser@ekma.de.

 

Spendenkonto: Evangelische Kirche in Mannheim (Bezirksgemeinde), Sparkasse Rhein Neckar Nord, IBAN: DE44 6705 0505 0039 0030 07, BIC: MANSDE66XXX, Stichwort: Flüchtlingspate.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

<< zurück

Presse Kontakt Impressum